NARM

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NARM – weil unsere größte Sehnsucht Verbindung ist

Warum ich mit NARM arbeite und warum dieser Text so lang geworden ist

An anderer Stelle auf dieser Website machte ich schon deutlich, dass die Beschäftigung mit dem Thema Trauma für mich persönlich und für meine Arbeit wegweisend und umwälzend war. Besonders die Arbeit mit NARM in all seinen Facetten liegt mir am Herzen. Ich schätze die Methode für ihre Feinheit, für ihre Wirkkraft und für ihre große Tiefe. Das, was sich im Gegenüber in der Arbeit mit NARM zeigt und sich mit der Zeit wandelt und heilt, beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. KlientInnen sind oft tief berührt und bewegt von dem, was sie in einer Sitzung erlebt haben.

Diese besonderen Momente miterleben zu dürfen ist sehr bewegend und sie erfüllen mich mit Dankbarkeit und oft auch Demut.

Die Arbeit mit NARM ist mir ein Herzensanliegen. Gerne möchte ich meine Begeisterung dafür mit Ihnen teilen. Deswegen ist der folgende Text so lang geworden.

Wofür steht NARM?

NARM steht für Neuro Affective Relational Model ™, auf Deutsch Neuroaffektives Beziehungsmodell ™.
Es ist ein von Dr. Laurence Heller entwickelter psychotherapeutischer, körperorientierter Ansatz zur Behandlung von Entwicklungs- und Bindungstrauma.

NARM basiert auf Folgendem:

Jeder Mensch hat Grundbedürfnisse, fünf davon sind in der kindlichen Entwicklung essenziell. Diese sind:

Für tiefergehenden Informationen klicken Sie bitte hier.

Werden diese Grundbedürfnisse in der kindlichen Entwicklung nicht ausreichend erfüllt, nimmt die Entwicklung des Kindes spürbaren Schaden und es können Bindungs- und Entwicklungstrauma entstehen.
Ein Säugling / ein Kind gerät in große innere Not, wenn es wiederholt die Erfahrung machen muss, dass seine Bedürfnisse nicht erfüllt werden und bestimmte Seiten von ihm nicht erwünscht sind.

Es bemerkt, es ist mit dieser Not allein und es weiß, es ist für sein Überleben auf seine primären Bezugspersonen angewiesen. So bleibt ihm nur eine Möglichkeit. Es muss sich an die Erwartungen seiner Bezugsgspersonen anpassen. Dieser Prozess bringt es mit sich, dass das Kind etwas Wesentliches von sich aufgibt. Zusätzlich beginnt es zu glauben, so wie es ist, ist es falsch und nicht liebenswert.
Im Laufe der Zeit verliert es mehr und mehr den Kontakt zu sich und seinen Bedürfnissen.

Laurence Heller nennt diesen unbewussten Anpassungsprozess „adaptive Überlebensstrategien“.

Vielleicht überrascht es Sie nun zu lesen, dass die meisten Menschen diese frühen traumatische Erfahrungen in größerem oder kleinerem Umfang erlebt haben.

„So ein Augenblick, in dem Sie mitfühlend und liebevoll mit sich selbst umgehen, kann Ihren ganzen Tag verändern und viele solcher Momente können Ihrem Leben eine ganz neue Richtung geben.“

Christopher Germer

Was bedeutet das im späteren Leben für Sie?

Die in dieser frühen Zeit entstandenen Überlebensstrategien sind durchaus „anhänglich“. Sie werden zu unserer Identität, wir glauben, wir sind so. Wie selbstverständlich betrachten wir die Welt und unserer Mitmenschen durch die Augen unserer Überlebensstrategien. Auch unser Verhalten und unsere Reaktionen werden durch diese gesteuert.
Das ist der eine Teil des späteren Dilemmas.

Der andere Teil des Dilemmas ist, aufgrund der frühen seelischen Verletzungen entstehen im weiteren Verlauf des Lebens nicht selten beispielsweise:

Fast immer erleben Betroffene Schwierigkeiten in ihren Beziehungen, vor allem in ihren Liebesbeziehungen, denn frühe traumatische Erfahrungen beeinträchtigen unsere Fähigkeit, mit uns selbst und mit anderen wirklich in Kontakt zu sein.

Die Strategien von damals beschränken uns weiterhin in vielen Lebensbereichen.
Sie mindern unsere Vitalität, unsere persönlichen Ressourcen und unsere Freiheit, bei Stress oder Herausforderungen situationsgerecht zu handeln.

Sie kennen das und wollen diese Beschränkungen hinter sich lassen?

Dafür wurde NARM entwickelt

Wir arbeiten mit NARM im Hier und Jetzt.
Das bedeutet, wir arbeiten mit dem, was sich jetzt in Ihrem Leben zeigt. Worunter Sie heute leiden.

Dabei gleicht NARM einer offenen und interessierten Forschungs- und Entdeckungsreise. Auf dieser werden wir Ihren Strategien auf die Spur kommen und diese lösen. Sie werden wieder Zugang bekommen zu sich selbst, Ihren Bedürfnissen und Wünschen.

Ihr ganzer Körper wird auf dieser Reise mit einbezogen. Das heißt, sie werden achtsam in Kontakt kommen mit lange im Verborgenen gehaltenen Gefühlen. Sie werden neue Erfahrungen machen und diese körperlich wahrnehmen. Das fördert die Integration und Nachhaltigkeit.

Wenn die alten Schutzmuster nicht mehr Ihr Leben bestimmen, wird es Ihnen möglich sein, in einen echten Kontakt zu treten, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Dadurch werden Ihre Beziehungen zu anderen authentischer. Sie sind mehr und mehr in der Lage gesunde Grenzen zu setzen und Offenheit zu zeigen, wo es passend ist.

Sie werden nicht länger das Gefühl haben, Opfer ihrer eigenen Geschichte zu sein. Stattdessen erleben Sie sich als wirksam und aktive GestalterIn Ihres Lebens.

Um einen tieferen Einblick in das Thema zu bekommen, verweise ich auf meinen Blogeintrag No 5.

„Die spontane Bewegung in uns allen zielt auf Kontakt. Gleich wie zurückgezogen und isoliert wir sein mögen und ungeachtet der Schwere des Traumas, das wir erlebt haben, gibt es – gerade so, wie eine Pflanze sich spontan auf die Sonne zubewegt – in jedem von uns auf der tiefsten Ebene einen Impuls in Richtung Verbundenheit.“

Dr. Laurence Heller

„Die spontane Bewegung in uns allen zielt auf Kontakt. Gleich wie zurückgezogen und isoliert wir sein mögen und ungeachtet der Schwere des Traumas, das wir erlebt haben, gibt es – gerade so, wie eine Pflanze sich spontan auf die Sonne zubewegt – in jedem von uns auf der tiefsten Ebene einen Impuls in Richtung Verbundenheit.“

Dr. Laurence Heller


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Die Grundbedürfnisse etwas näher erklärt

Kontakt
Das Bedürfnis des Kindes, sich willkommen, sicher und geborgen in der Welt zu fühlen. Es will spüren, dass es gewollt ist, liebevollen körperlichen Halt bekommt und Schutz erfährt.

Einstimmung
Das Bedürfnis nach einfühlsamer Versorgung. Die Bezugsperson sollte die Grundbedürfnisse des Kindes – nach Zuwendung, Nahrung, Ruhe, Schutz – erkennen und verlässlich darauf eingehen. Dadurch lernt das Kind: Meine Bedürfnisse sind wichtig und dürfen erfüllt werden.

Autonomie
Das Bedürfnis nach Eigenständigkeit und gesunden Grenzen. Ein Kind muss die Möglichkeit haben, sich als eigene Person zu erleben, „Nein“ sagen zu dürfen und dabei weiterhin geliebt und unterstützt zu werden. So entwickelt es ein Gefühl von Kontrolle über das eigene Leben und lernt, für die eigenen Bedürfnisse einzustehen.

Vertrauen
Das Bedürfnis, anderen vertrauen zu können und sich auf sie verlassen zu dürfen. Ein Kind sollte erfahren, dass seine Bezugspersonen verlässlich und wohlwollend sind – und dass auch sie dem Kind vertrauen. Aus dieser Erfahrung wächst die Fähigkeit, tiefe und sichere Beziehungen einzugehen, in denen man sich öffnen und verletzlich zeigen kann.

Liebe und Sexualität
Das Bedürfnis, bedingungslos geliebt zu werden – so angenommen zu sein, wie man ist. Dazu gehört später im Leben auch, die eigene Liebe und Zuneigung frei ausdrücken zu dürfen, ohne Angst vor Scham oder Zurückweisung. Dieses Grundbedürfnis schließt den Körper mit ein: Wer als Mensch in seiner Körperlichkeit und Identität angenommen wird, kann eine gesunde Einstellung zu Liebe und (später) Sexualität entwickeln.